Plakatflut in Pullach

Vieles geht zu weit – GRÜNE werben für Zurückhaltung

Verletzende Begleiterscheinungen und Gerüchte

Liebe Pullacherinnen und Pullacher,

wenn ich derzeit durch unseren Ort radle, muss ich mich fragen, warum die Plakatflut keine Grenzen kennt und was manche Schlagworte und Aktionen bewirken sollen!?

Wir GRÜNEN haben uns bewusst für eine dezente Information durch Wahl- und Veranstaltungsplakate entschieden. Es geht schließlich um ein Informationsangebot, nicht um ein Überangebot, das mittlerweile – je nach Gruppierung – recht aufdringlich daherkommt. Kaum ein Laternenmast, kaum ein Baum wird verschont und muss als Schilderhalter für Einweg-Plakate dienen.

Kommunikation statt Plakatdschungel

Wenn Sie sich über meine Arbeit als Bürgermeisterin, meine Ziele für die nächste Amtsperiode, über unsere GRÜNEN Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat und unser Programm informieren wollen, sprechen Sie uns an. Wir stehen Ihnen persönlich z.B. an unseren Info-Ständen Rede und Antwort. Unsere Mitglieder haben unsere Broschüren in die Briefkästen verteilt. Und es stehen alle Informationen auf unserer Website pullach-gruene.de bereit. Den Ort mit Plakaten zupflastern wollen wir nicht. Bitte nehmen Sie unsere Informationsangebote wahr. Aktuell gibt es auch einen kurzen Film, in dem ich an verschiedenen Orten in Pullach zu den aktuellen Projekten und Themen Stellung beziehe.

Verdrehte Tatsachen

Mit einigen der Schlagworte, die auf den Plakaten zu lesen sind, werden Tatsachen komplett verdreht. Wer nach dem unverzüglichen Bau des Schwimmbads ruft, sollte nicht den bereits beschlossenen Standort ablehnen und alles auf Anfang stellen. Wer Transparenz im Rathaus einfordert, unterstellt, dass es diese nicht gäbe und ignoriert die vorhandenen Informationsangebote. So offen, wie seit meiner Amtszeit, wurde noch nie kommuniziert. Die jeweiligen Zuständigkeiten und der Datenschutz müssen aber beachtet werden. Wer von drohender Verschuldung spricht, muss die tatsächliche, sehr gute Finanzlage der Gemeinde zur Kenntnis nehmen. Wer Baumschutz einfordert und „massenhafte“ Fällungen mir, der grünen Bürgermeisterin zuschreibt, verkennt Verkehrssicherungspflichten bei kranken Bäumen, die gemeindlichen Anstrengungen zur Baumpflege und das Baurecht auf Privatgrundstücken. Und er verschweigtdie gemeindlichen Pflanzkonzepte und -maßnahmen für den Ort samt ökologischer Waldbewirtschaftung im neuen Gemeindewald.

Unsägliche Gerüchte

Wir haben es leider auch mit Gerüchten zu tun, die in Pullach in die Welt gesetzt werden, ganz nach dem Motto, irgendetwas davon wird schon hängen bleiben und die politischen Konkurrenten beschädigen.

Gerücht: Häufiger Personalwechsel im Rathaus, das muss an der Bürgermeisterin liegen. Richtig ist: Die Pullacher Verwaltung (inklusive Bauhof, Schwimmbad, Bürgerhaus) mit inzwischen 123 Mitarbeiter/innen ist so gut aufgestellt wie nie zuvor. Die Fluktuation liegt im normalen Rahmen. Wir sind ein hervorragendes Team.

Gerücht: Angebliches Postengeschacher durch die Bürgermeisterin. Richtig ist: Hier wird auf Personen gezielt, die sich mit großem Einsatz und uneigennützig für das Gemeinwohl einsetzen, wie z.B. Dr. Andreas Most für die IEP GmbH und die Tochtergesellschaft Stromnetz Pullach.

Gerücht: Ein Architekt und GRÜNEN-Gemeinderat würde sich eine goldene Nase verdienen. Dabei kursieren utopische Summen. Ein völlig haltloser Vorwurf und ehrenrühriger Angriff, denn richtig ist: Willi Wülleitner, ein angesehener und engagierter Bürger hat sich mit vielen Vorschlägen, z.B. für die Heilmannstraße, engagiert eingebracht und entweder Entwürfe kostenfrei zur Verfügung gestellt oder – wenn überhaupt – erbrachte Beratungsleistungen nach der Honorarordnung abgerechnet. Ohne ihn hätte z.B. der Umbau und die Erweiterung des Isartaler Tisches nie so gut und kostengünstig stattfinden können.

Was ist zu tun, wenn Gerüchte kursieren?

Fragen zu angeblich kritikwürdigen Vorgängen werden mir leider selten direkt gestellt. Aktuell: Die Wohnungen in der Heilmannstraße 53/55 seien alle schon vergeben. Richtig ist: Das Auswahlverfahren wurde noch nicht einmal in die Wege geleitet, Bewerbungen sind weiterhin möglich. Bitte hinterfragen Sie aufgestellte Behauptungen. Ihre Fragen beantworte ich gerne.

Schlimmer geht’s nimmer

Eine Aktion, die Unbekannte mit Wahlplakaten von Cornelia Zechmeister veranstaltet haben, hat über alle Parteigrenzen hinweg zu Empörung geführt. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag letzter Woche wurden die Plakate für ihre Bürgermeisterkandidatur in Icking entweder eingesammelt und in Pullach aufgestellt oder mit einem großen schwarzen Kreuz beschmiert und kopfüber an Ickinger Maibäumen aufgehängt. Das Bild einer Person, überpinselt mit einem großen schwarzen Kreuz, aufgehängt an einem  Baum – das dürfen wir nicht dulden. Strafantrag ist gestellt, unsere Solidarität und Unterstützung ist Conny Zechmeister gewiss.

Nach vorne schauen

Vielerorts wird beklagt, dass Menschen in der Kommunalpolitik zunehmend Angriffen und Beleidigungen ausgesetzt sind. Ich hoffe, dass Pullach diesem unerfreulichen Trend nicht folgt. Ich werbe und stehe dafür, dass wir uns mit Sachargumenten auseinandersetzen und die bestmöglichen und sachlich fundierten Entscheidungen treffen. Wenn Sie es wollen, stehe ich hierfür weiterhin für unsere Gemeinde zu Verfügung.

Susanna Tausendfreund
Ihre Bürgermeisterin für Pullach

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