Neues aus Pullach | Klimaschutz XXL: Mehr Förderungen ab 1. März

Liebe Pullacherinnen und Pullacher,

der Umweltausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, das Förderprogramm zum Klimaschutz zu aktualisieren und zu erweitern. Das bedeutet, dass wir in den Bereichen Energie, Mobilität und Naturschutz in Kürze noch mehr private und gewerbliche Maßnahmen zum Klimaschutz unterstützen können. Am 1. März tritt das neue „Klimaschutzprogramm Pullach“ in Kraft.


Was ist neu?

Das neue „Klimaschutzprogramm“ enthält insgesamt 26 Förderbausteine, fünf mehr als bislang. Neu ist beispielsweise die „Energieberatung vor Ort“: Auf Antrag werden Beratungsleistungen der Energieagentur Ebersberg-München oder durch unabhängige, von der Verbraucherzentrale zugelassene Energieberaterinnen und -berater bezahlt. Damit erhalten alle Pullacherinnen und Pullacher bei Bedarf eine Energieberatung zum Nulltarif.

Der Energie-Check ist zugleich Voraussetzung für viele weitere Bausteine des neuen „Klimaschutzprogramms“ – etwa für die Förderung von Photovoltaikanlagen auf Ihrem Dach.

Energie
Nutzen Sie die Kraft der Sonne und erzeugen Sie Ihre eigene Energie! Denn das Solarpotenzialkataster des Landkreises bescheinigt Pullach hierfür hervorragende Voraussetzungen. Mit dem neuen „Klimaschutzprogramm“ fördern wir Photovoltaikanlagen künftig mit 250 Euro pro Kilowatt-Peak – und liegen damit über dem Fördersatz der Stadt München von 200 Euro. In Kombination mit den ebenfalls neuen Bausteinen Batteriespeicher (250 Euro je kWh) oder Installation einer Wallbox (Anschlusstechnik für E-Fahrzeuge) erhalten Sie jeweils weitere Zuschüsse.

Den Austausch alter Umwälzpumpen inklusive eines in diesem Zusammenhang durchgeführten vereinfachten hydraulischen Abgleichs des Heizungssystems bezuschusst die Gemeinde ab dem 1. März mit 150 Euro. In diesen neuen Förderbaustein wurde der bestehende Baustein „hydraulischer Abgleich“ integriert. Dadurch können Sie bis zu 30 Prozent der Heizkosten sparen.

Liebe Pullacherinnen und Pullacher, für ein Viertel des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes ist die sogenannte graue Energie verantwortlich, die für Herstellung, Lagerung, Transport und Verwendung von Baustoffen aufgebracht werden muss. Indem wir die Förderung von Holzbauweise bei Neubauten und Bestandsbauten in das Programm aufgenommen haben, wollen wir den Anteil an grauer Energie senken. Holz ist ein Baustoff, der Kohlenstoff über Jahrzehnte speichert und von der Natur quasi umsonst hergestellt wird.

Mobilität

Weitere Neuerungen gibt es im Bereich Mobilität: Mit der Tarifumstellung im vergangenen Dezember hat der Landkreis München einen Zuschuss für alle MVV-Jahresabos für den Geltungsbereich M+1 oder M+2 beschlossen. Davon profitieren alle, die weitere Strecken im Außenbereich des MVV-Gebiets zurücklegen. Die Gemeinde Pullach ergänzt diese Förderung. Alle personalisierten MVV-Jahresabonnements werden pauschal mit 50 Euro im Jahr bezuschussst. Derzeit kostet ein Isar-Card-Jahresabo für Erwachsene 43,50 Euro im Monat. Die Förderpauschale kann bei der Gemeinde nach Ablauf eines Jahres unter Vorlage eines Belegs rückwirkend ab März 2020 beantragt werden.

Seniorinnen und Senioren, die lieber den öffentlichen Nahverkehr nutzen anstatt mit dem Auto zu fahren, können sich die Kosten ihres MVV-Jahresabonnements für drei Jahre vollständig von der Gemeinde erstatten lassen, sofern sie bereit sind, ihren Führerschein zurückzugeben.

Vierrädrige Elektrofahrzeuge (E-Autos) fördert die Gemeinde ab 1. März pauschal mit 1.000 Euro, zusätzlich zum Umweltbonus des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) von derzeit 4.000 Euro. Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre können sich beim Kauf eines zweirädrigen Elektrofahrzeuges (E-Roller) 20 Prozent der Nettokosten, maximal aber 500 Euro, von der Gemeinde erstatten lassen.

Und bei der Förderung des Radverkehrs geht die Gemeinde selbst mit gutem Beispiel voran: In seiner Januar-Sitzung hat der Gemeinderat beschlossen, sich bei der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen“ (AGFK Bayern e.V.) zu bewerben. Die Mitglieder der AGFK wollen den Radverkehr stärken und setzen sich für den Ausbau von Radschnellwegen zwischen den Kommunen ein.

Wofür gibt es mehr Geld?

Für insgesamt 13 bestehende Maßnahmen gibt es mit dem neuen „Klimaschutzprogramm Pullach“ ab dem 1. März mehr Geld. So erhöht sich etwa der „Bonus Ökostrom“ von 75 auf 100 Euro. Für private Wallboxen (E-Ladeeinrichtungen) wird der Förderbetrag ebenfalls erhöht, auf 40 Prozent der Nettogesamtkosten inklusive Material und Handwerkerkosten zur Installation. Für die „öffentliche Ladeeinrichtung Pedelecs“ werden künftig 250 Euro je Ladepunkt, anstatt bislang 75 Euro, gezahlt. So erhalten die Betreiber einen Anreiz, vor ihren Läden und Gaststätten eine Ladestation zu errichten.

Mehr finanzielle Unterstützung erhalten Sie, liebe Pullacherinnen und Pullacher, auch im Bereich „Artenschutz an Gebäuden“ und für die „Blühenden Privatgärten“ – sowohl bei Neuanlage als auch bei Maßnahmen im Bestand. Einen Überblick finden Sie kompakt zusammengefasst auf Seite 2.

Bei der Erhöhung der Förderbeträge für die Fern- und Nahwärme ist der fachliche Rat der Agenda 21 mit eingeflossen. Da viele Anschlussleitungen für die Geothermie länger als 15 Meter sind, enthält das neue „Klimaschutzprogramm Pullach“ eine Förderung von 20 Euro pro laufendem Meter für Anschlussleitungen zwischen 15 und 30 Metern Länge.

Für wertvolle Anregungen wie diese bedanke ich mich bei allen Mitwirkenden des neuen „Klimaschutzprogramms Pullach“ sehr herzlich! Durch die Aktualisierung und Erweiterung möchten wir für alle Pullacherinnen und Pullacher weitere Anreize setzen, den CO2-Ausstoß in unserer Gemeinde langfristig zu reduzieren. Schließlich hat sich der „Aktionsplan Klimaschutz“, den der Gemeinderat im vergangenen November einstimmig verabschiedet hat, die Halbierung des CO2-Ausstoßes pro Kopf bis 2030 und die Klimaneutralität der Gemeindeverwaltung zum Ziel gesetzt.

Liebe Pullacherinnen und Pullacher, auf www.pullach.de stellen wir Ihnen bis zum 1. März alle Informationen zum neuen „Klimaschutzprogramm Pullach“ zusammen. Und auch die Kolleginnen und Kollegen der Abteilung Umwelt sind bei Fragen gerne für Sie da, Tel. 089/744 744-82, E-Mail: umwelt@pullach.de. Informieren Sie sich – und finden Sie heraus, welche Bausteine des neuen „Klimaschutzprogramms“ für Sie die richtigen sind.

Es grüßt Sie herzlich
Ihre Susanna Tausendfreund
Erste Bürgermeisterin

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